Viele Tabakraucher wollen sich aus ihrer Abhängigkeit von der Zigarette befreien. Nikotin macht schließlich süchtig und hat zwar einige gesunde, aber noch viel mehr schädliche Wirkungen. Die Zahl der Giftstoffe, die beim Verbrennen von Tabakblättern entsteht, ist gewaltig und sollte eigentlich jeden vom Rauchen abhalten. Es ist jedoch gar nicht so leicht, von Tabak-Zigaretten loszukommen. Einige Wissenschaftler geben die Suchtwirkung von Nikotin höher an als die, die mit dem Genuss von Opioiden (wie beispielsweise dem Heroin) verbunden ist.

Um eine Raucherentwöhnung sanft zu gestalten und die Aussicht auf Erfolg zu gewährleisten, greifen viele ehemalige Tabakraucher inzwischen zu E-Zigaretten. Damit ein sogenanntes Ausschleichen aus der Nikotinabhängigkeit möglich ist, kann man den Flüssigkeiten, die in der E-Zigarette erhitzt werden, Nikotin zusetzen, und zwar in immer geringeren Dosen, falls man den Ausstieg aus der Droge anstrebt.

Es handelt sich allerdings um einen weitverbreiteten Irrtum, dass der Dampf, den die elektrisch betriebenen Zigaretten erzeugen, dem Rauch einer Tabak-Zigarette ähnlich sein muss.

Liquids gibt es beinahe unendlich viele

Natürlich gibt es Flüssigkeiten, mit denen eine elektrische Zigarette befüllt und geraucht werden kann, die sich bemühen, dem Zigarettentabak möglichst ähnlich zu sein, was die Geschmackswahrnehmung angeht. Aber wer sich je damit befasst hat, für sich ein passendes Aroma für die E-Zigarette zu finden, der weiß, dass unter den sogenannten Liquids, mit denen man sie betreiben kann, eine schier unglaubliche Vielfalt zu finden ist!

Bei manchen Liquids steht ein bestimmtes Fruchtaroma im Vordergrund, andere werden eher von einem Minzgeschmack bestimmt, wieder andere sind buchstäblich unbeschreiblich.

Geruchs- und Geschmackssinn greifen beim Rauchen ineinander. Es ist schwer zu sagen, welcher Sinn genau was wahrnimmt, denn der Dampf aus der E-Zigarette wird in Mund und Lunge besorgen. Auf der Zunge wird geschmeckt, aber die offene Verbindung der Mundhöhle in den Nasenrachenraum sorgt dafür, dass auch unser Geruchssinn ins Spiel kommt, wenn wir aromatisierten Dampf durch den Mund einatmen. Beim Essen oder Trinken erleben wir im Prinzip etwas ganz Ähnliches: Geruchs- und Geschmackserlebnis laufen sozusagen ineinander und erzeugen einen komplexen Gesamteindruck.

Beschreibungen von Liquids

Wenn zwei Leute den gleichen Wein trinken, werden sie ihn anschließend unterschiedlich (mit ihren eigenen Worten) beschreiben. Ganz genauso ist es bei den Liquids für E-Zigaretten: Jede einzelne Flüssigkeit wird von Anbietern mit bestimmten Eigenschaften beschrieben – aber letztlich kommt es immer auf die individuelle Wahrnehmung eines Konsumenten an.

Das sogenannte Antimatter Black Hole Aroma beispielsweise erhält von seinem Hersteller unter der Rubrik „Geschmacksrichtung“ die Bezeichnungen: Getränke und süß. Das bedeutet für einen Teetrinker aber etwas vollkommen anderes als für einen Bierfan. Am besten, jeder E-Zigaretten Benutzer findet für sich selbst durch Testen heraus, welches Liquid sein Favorit ist!

Aromaproben kaufen

Probieren geht über studieren! Also: Auf in den Selbstversuch! Wer sich im Web mit dem Thema Liquids befasst, wird sicher Anbieter finden, die kleine Proben zur Verfügung stellen, sodass E-Zigaretten-Benutzer für kleines Geld herausfinden können, welche Geschmacksrichtung ihnen liegt und welche nicht.

Beim Testen sollten sie allerdings bedenken, dass Liquids Spuren in der als Docht fungierenden Watte des Verdampfungselements einer E-Zigarette hinterlassen können. Die sollte man rechtzeitig austauschen, bevor alle Proben gleich schmecken…